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Kosmonaut, Wissenschaftler*

Siegmund Jähn zu Gast beim Buonarroti-ArchivSigmund Jähn

Es lag Mitte der siebziger Jahre in der Luft, das die Sowjets demnächst den Genossen eines Brudervolkes mit ins All fliegen lassen würden. 
Aber aus welchem? Nach einem Tschechen und einem Polen dann endlich der ersehnte Paukenschlag: „Der erste Deutsche im All – ein Bürger der DDR!“ betitelte das ND in riesigen Lettern.
Man traute seinen Augen kaum, wurde doch der Hinweis auf alles „Deutsche“ seit langem peinlichst vermieden.
Jähn flog – und es war ein gigantischer Propaganda-Hit, ein Punktesieg im Kampf der Systeme.
Aber was war es noch? Und wie hat Jähn selbst es erlebt? Wie ging er da rauf, und wie erging es ihm, direkt dort oben und danach?
Sigmund Jähn blieb ein Sympathieträger für viele, denn an seiner Bodenständigkeit, seiner vogtländischen Gelassenheit und seinem stillen Humor perlte alles bemühte Propaganda-Pathos ab.
Sein außerpersönlicher Mut und seine hohe Kompetenz stehen Frage. Auch lange nach der Wende war er ein wichtiger Vermittler zwischen – nun tatsächlich – deutschen und – nun nicht mehr sowjetischen, sondern – russischen Weltraumaktivitäten. So lässt sich sein Leben schließlich nicht auf diesen einmaligen Flug reduzieren.

Mit diesem Gespräch eröffnete unser Verein die Gesprächsreihe „Meine Biografie in dieser Zeit“ in Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Verband Deutschlands.

Die Aufzeichnung erfolgte am 3. Oktober 2013 im Industriesalon Schöneweide in Berlin.

Leider war unsere Arbeit da noch am Anfang und der Mitschnitt ist deshalb noch in der Bearbeitung.

nächstes Interview mit:  Lutz Jonas  ⇒

Arztin & Wissenschaftlerin

Frau Mebel beim Gespräch mit unsSonja Mebel

Sonja Mebels Eltern kamen, als Juden vor Pogromen in Polen und Russland fliehend, zurück in das Land der Urgroßeltern, nach Deutschland. Dort wurde sie 1925 in Chemnitz geboren. Die Familie ging bereits 1931 in die Sowjetunion. Sie folgte damit dem Wunsch und Traum des Vaters dort den Sozialismus mit aufzubauen. Bereits in den 20er Jahren hatte der Vater die sowjetische Staatsangehörigkeit erhalten. Und somit erlebte Sonja schon als Kind im familiären und schulischen Umfeld den beginnenden Staatsterror des stalinistischen Systems. Über die Zeit in der Sowjetunion, den 2. Weltkrieg dort, ihr Kennenlernen und Leben zusammen mit ihrem späteren Mann Moritz Mebel und ihren Weg nach der Übersiedelung in die DDR als Wissenschaftlerin, politisch aktive Frau und Familienmutter berichtet Sonja Mebel umfassend und anschaulich im Gespräch.

 

 

 

 

 

Das Gespräch mit Frau Mebel wurde in ihrer Wohnung aufgezeichnet und hat eine Gesamtlänge von 03:40:59 h.

Sehen Sie hier das gesamte Gespräch mit Frau Mebel:

nächstes Interview mit:  Luise Mirsch  ⇒
Thomas Schmitt

Herr schmitt im Gespräch mit unsThomas Schmitt

Von seinem Vater, dem in der DDR sehr bekannten Pressezeichner Erich Schmitt, hatte er offenbar zwei Neigungen geerbt: Das Zeichnen und die Tierliebe – insbesondere Elefanten und den Berliner Tierpark. Das Zeichnen blieb, aber dann kam die eigentliche Erfüllung: Im Herbst 1972 gründeten Melzer, Treichel und Schmitt eine Combo: MTS .

Später auch öfter mal mit „Mut, Tatendrang & Schönheit“ erklärt. In der manchmal etwas drögen DDR-Unterhaltungsszene schlägt das Ulk-Trio gewaltig ein. Es folgten fünfzig Jahre intensiver Tournee-Tätigkeit vor (fast) immer vollen Sälen und einer bis heute treuen Fangemeinde.

Das Gespräch mit Herrn Schmitt wurde am 14. Februar 2024 in der Wohnung von Ernst Sachse aufgezeichnet und hat eine Gesamtlänge von 01:34:18 h.

 







Sehen Sie hier das Gesamtgespräch mit Herrn Schmitt!

 


nächstes Interview mit:  Frank Schneider  ⇒

Musikjournalist
Musikjournalist

Herr Drechsel im Gespräch mit unsUlf Drechsel

Der 1956 in Dresden geborene Ulf Drechsel gilt als einer der engagiertesten und kompetentesten Musikjournalisten im deutschsprachigen Raum. Wie bei seinem Vater Karl-Heinz Drechsel ist der Jazz der Soundtrack seines Lebens. 
In dem über zweistündigen Interview erzählt Ulf Drechsel sehr bewegt von seinen Stationen als Musikjournalist im Spannungsfeld zwischen kluger Anpassung und Wahrhaftigkeit im DDR-Medienbetrieb und den Veränderungen in seiner journalistischen Arbeit nach dem gesellschaftlichen Umbruch 1989.

Herzlichen Dank für das sehr offene Gespräch.

 

 

 

 

Das Gespräch wurde im Buonarroti-Archivstudio in Berlin Mahlsdorf aufgezeichnet und von Ulrich Lipka geleitet.

Zu Gast im Buonarroti-Archiv: Musikjournalist Ulf Drechsel am 08.05.2025
 




Sehen Sie hier das gesamte Gespräch mit Ulf Drechsel

 

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nächstes Interview mit: Herma Ebinger ⇒

 

 

Volker Schliack

Herr Schliack im Gespräch mit unsVolker Schliack

Volker Schliacks (geb. 21.07.1921) Berufsleben als Mediziner ist gekennzeichnet von einer großen selbstgestellten Aufgabe: der Erforschung und Therapie von Diabetes. Hier gelangen
ihm wesentliche, bahnbrechende Ergebnisse, die bis heute den Standard auf diesem Gebiet prägen – weltweit.
Diabetes, eine der großen Herausforderungen moderner Gesellschaften, kann u.a durch Schliacks Wirken heute verstanden
und therapiert werden. Stets der Forschung wie auch dem Patienten verpflichtet, blieb Schliack wesentliche akademische Anerkennung in der DDR versagt – wie er auch andererseits den „Verführungen“ des Westens nicht nachgab. Ein international
renommiertes Forscherleben in Zeiten des Kalten Krieges, reich an Facetten, Anekdoten und überraschenden Begebenheiten.

 

 

 

 

Das Videogespräch mit Herrn Schliack wurde am 2.März 2014 in seiner Wohnung aufgezeichnet und hat eine Länge von 02:54:00 h.

Das Videogespräch sehen Sie demnächst hier:

 

Wir danken Volker Schliack herzlich für dieses Gespräch und das entgegengebrachte Vertrauen.

nächstes Interview mit: Josef Schmidt ⇒
  1. Walter Kaufmann
  2. Wolfgang Hahn
  3. Wolfgang Kohlhaase

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