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Klaus Wolfram

Herrw olfram im Gespräch mit unsKlaus Wolfram

Der 1950 Geborene scharte bereits während seines Philosophie-Studiums an der Berliner Humboldt-Universität einen Kreis gleichgesinnter kritischer Geister um sich. Daraus gründete 1975 die vielleicht konsequenteste marxistische Oppositionsgruppe der DDR. Obwohl von Anfang an auf starke Konspiration bedacht, flog die Gruppe bereits 1977 durch internen Verrat auf. Die Mitglieder kamen vergleichsweise flüchtig davon, KW durfte sich „in der Produktion bewähren“, was er heute als wichtige zusätzliche Erfahrung empfand. In der „Wende“ finden wir ihn beim Neuen Forum, auch in der Verfassungsgruppe des Runden Tisches. Im Dezember 89 gründete er den Basis-Druck-Verlag, wo er ua ab Januar 1990 die erste unabhängige Zeitung der DDR, „Die Andere“, herausgab. Bis heute ist KW Lektor und Herausgeber bei Basisdruck.

 

 

 

Das Gespräch mit Klaus Wolfram wurde 2024 in Berlin aufgezeichnet.

 

Sie können das Gespräch nachfolgend sehen:

 

Sehen Sie hier das nächste Interview mit:  Jannis Zotos ⇒

Ludwig Deiters
Architekt, Denkmalpfleger

Professor Deiters bei unserer VeranstaltungLudwig Deiters

Nach einem Studium an der Technischen Universität arbeitet Ludwig Deiters, geboren 1921 in Berlin, im Institut für Bauwesen der Akademie der Wissenschaften der DDR. Unter Hermann Henselmann, dessen architektonischer Erfolg besonders mit dem Projekt der heutigen Karl-Marx-Allee zusammenhängt, entwarf er Schulen, dann (im Kollektiv) die monumentalen Gedenkstätten in den einstigen Konzentrationslagern Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück. Von 1961 bis 1986 war Deiters Generalkonservator des Instituts und damit der Chefdenkmalpfleger der DDR – ein Posten, der von vielen Problemen und Konflikten geprägt war, vor allem aber viele herausragende, auch international beachtete Rekonstruktionsleistungen ermöglichte. 
Schon 1988 verlieh ihm die Bundesrepublik den Karl-Friedrich-Schinkel-Ring, die bedeutendste Auszeichnung auf diesem Gebiet, die Deiters allerdings erst später etwas entgegennehmen konnte.

 

 

Das Interview mit Ludwig Deiters fand am 10. Juni 2015 im Rahmen unserer öffentlichen Veranstaltungsreihe „Meine Biografie in dieser Zeit im „Café Sibylle“ statt.

 

 

 

Der Mitschnitt hat eine Gesamtlänge von 1:33:38 h.

Sehen Sie hier das Interview mit Herrn Deiters direkt bei uns:

 

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Politiker

Herr Marum im Gespräch mit unsLudwig Marum

Am 15.12.1937 geboren, erzählt Ludwig Marum seine Biografie als Glied einer politisch progressiven Familie nach dem ersten Weltkrieg.
Beginnend mit seinem Großvater, dem namensgleichen Sozialdemokraten Ludwig Marum (1882-1934), der nach der Errichtung der Nazi-Diktatur sein demokratisches Engagement mit dem Tod im KZ bezahlen musste, zeichnet er im Gespräch die Lebenslinien der Familie nach. Seinen Eltern, die als antifaschistische Juden aus Deutschland nach Frankreich fliehen mussten und dort weitere Repressionen erlitten haben, gelang in letzter Minute mit ihren Kindern die Flucht in die Emigration nach Mexiko.
Dort beginnen seine eigenen aktiven Erinnerungen. Er erzählt von den Lebensumständen der Emigranten in Mexiko, von der Rückkehr nach Deutschland und den Zuständen hier in der Nachkriegszeit. Ludwig Marum berichtet von seinem beruflichen und persönlichen Werdegang und von der politischen Arbeit, die seinen Lebensweg bestimmte. Beginnend mit einer Lehre als Schlosser bei der Deutschen Reichsbahn über die Arbeit bei der Arbeiter- und Bauerninspektion führte ihn sein Berufsweg bis zur Tätigkeit als Volkswirtschaftsökonom bei der Staatlichen Plankommission.

Das Gespräch mit Herrn Marum wurde im Oktober 2023 in seiner Wohnung aufgezeichnet.

 

Wir danken Herrn Marum herzlich für das Gespräch und die Zustimmung zur Veröffentlichung auf unserer Seite!

 

sehen Sie nachfolgend das Gespräch mit Herrn Marum:

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Musikproduzentin

Luise Mirsch im Gespräch mit unsLuise Mirsch

Die im Februar 1939 geborene Luise Mirsch wuchs in Hohenelbe am Riesengebirge unter einfachen Verhältnissen auf. Prägend war der kleine Bauernhof der Großen und der musikversessene Vater, ein Steinmetz. Der Krieg machte einen Bogen um ihre engere Heimat, umso schwierig wurde die Nachkriegszeit für die Familie. 1946 wurden sie umgesiedelt, vom Riesengebirge ausgerechnet nach Pommern, auf die Insel Usedom. Allerdings war dieser Ort ua durch Flüchtlinge verschiedenster Herkunft ein wahrer Schmelztiegel, in dem noch Teile der alten Bädertradition (zB das Kurorchester) nachwirkten. Luise war gut in der Schule, lernte Klavier und Flöte, war kontaktfreudig und offen für alle kulturellen Anregungen.
Mit bestem bestandenem Abitur standen ihr alle Wege offen. 1958 nahm sie ein Studium der Musikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität auf. Und sie besuchte zeitweilig jeden Abend eine Veranstaltung. Auch der Besuch von Jazz-Konzerten in Westberlin war ganz selbstverständlich für die angehenden Musikwissenschaftlerin. Nach kurzem Intermezzo in Potsdam folgte sie dem Ruf zum Rundfunk nach Berlin, in der Musikredaktion von Radio DDR. Dort war sie nicht nur Redakteurin verschiedener Sendeformate, sondern bald auch Musikproduzentin. 1973 wurde im DDR-Rundfunk die Musikproduktion vom Sendebetrieb abgekoppelt, und damit eine völlig neue Hauptabteilung gegründet. Luise Mirsch war von der ersten Stunde an dabei und wurde die wohl profilierteste Musikproduzentin der DDR-Rock und Popmusik. Ihrer nie nachlassenden Neugier verdankten zahllose Interpreten und Bands ihren kommerziellen Durchbruch. Ihre sinnvolle, kompetente Betreuung ermöglicht eine kreative Entfaltung und unverwechselbare, bis heute nachwirkende Profil.

Wir danken Luise Mirsch herzlich für dieses Gespräch!

Das Gespräch mit Frau Mirsch wurde am 24. Mai 2016 aufgezeichnet und hat eine Länge von 1:39:31 h.

Sehen Sie hier direkt das Gespräch mit Frau Mirsch

 

nächstes Interview mit: Dietrich Mühlberg   ⇒  

Maschinenschlosser/ Musiker

Herr Jonas im Gespräch mit unsLutz Jonas

 

In seinem Arbeitsleben war er ein gefragter Maschinen- und Motorenschlosser, auch in seiner Dienstzeit bei der Volksmarine (der DDR). Dort erlebte er allerdings ein schweres Schiffsunglück. Seitdem sammelt er konsequent für die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Man sieht ihn mit seinen Sammelbüchsen im Sommer in den Vorpommerschen Marinas, wo er mit Frau und Segelboot unterwegs ist und im Winter, zB beim Weihnachtsbaumverkauf. Da er auch ein begeisterter Musiker ist, hat er schnell immer seine Trompete dabei. Nicht allerdings beim Stöckelschuhrennen der Männer beim Schwedter Oktoberfest, wo er der zweite Sieger wurde. Mit über achtzig Jahren!

 

Man darf sich Lutz Jonas durchaus als einen Filou vorstellen..

 
Sehen Sie hier das Gespräch mit Herrn Jonas:

 

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  1. Manfred Maurenbrecher
  2. Martin Barthels
  3. Michael Behm
  4. Michael Succow

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